Magnetische Wechselfelder entstehen dann, wenn Strom fließt, das heißt, wenn tatsächlich Strom durch eingeschaltete Geräte verbraucht wird. Zusammen mit dem elektrischen Feld wird auch von elektromagnetischen Feldern gesprochen. Sie weisen in unmittelbarer Nähe des Verbrauchers dichte Felder und hohe Feldstärken auf, die sich jedoch mit zunehmendem Abstand stark abschwächen. Diese Felder sind zwei bis drei Meter groß und durchdringen Wände und Decken.
Elektrische Wechselfelder werden durch elektrische Installationen in der Wand, Decke oder Fußboden verursacht. Allein durch den Anschluss der Kabel an das Stromnetz entsteht ein elektrisches Feld, auch wenn kein Verbrauchergerät eingeschaltet ist. Dabei verursachen ungeerdete Kabel wesentlich stärkere Felder als geerdete, oder abgeschirmte.
Wir haben für die Wahrnehmung von elektrischen und magnetischen Feldern keine Sinnesorgane. Wäre Elektrosmog schwarz, würden wir die Hand nicht mehr vor den Augen sehen können.
Die Aussage „Solange die Grenzwerte nicht überschritten werden, besteht auch keine Gefahr für die Gesundheit“ ist irreführend. In der Realität sind die Grenzwerte so hoch angesetzt, dass selbst in der Nähe von Hochspannungsleitungen keine Überschreitungen festzustellen sind.
Wir haben Eisen im Blut, das rein physikalisch auf elektromagnetische Einwirkung reagiert. Das California Institute of Technology hat 1992 magnetische Kristalle im menschlichen Gehirn nachgewiesen, die als „Empfangsantennen“ dienen können. Unser Gehirn und unser Nervensystem basieren auf elektrochemischen Vorgängen. Treffen elektrische oder magnetische Impulse ein, kommt es zu Reaktionen.